Zwischen Heiligkeit und Selbstbestimmung
Mit DIE BRAUT CHRISTI entwickeln GOTT&GILZ eine Werkreihe, die religiöse Symbolik, Körperlichkeit und gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit miteinander konfrontiert. Im Mittelpunkt steht die Schauspielerin, Autorin und Komponistin Antje Nikola Mönning, die durch ihre frühere Rolle als Fernseh-Nonne ebenso bekannt wurde wie durch ihren selbstbestimmten Umgang mit Nacktheit und Sexualität.
Die Arbeiten spielen mit dem Spannungsverhältnis zwischen religiöser Verehrung und körperlicher Freiheit. Christliche Bildzeichen treffen auf eine selbstbewusste weibliche Präsenz. Dabei verschieben sich vertraute Bedeutungen von Reinheit, Sünde und moralischer Autorität.
Die Werkreihe umfasst sechs analoge Originalarbeiten aus dem Jahr 2023 und drei digitale Kompositionen von 2024. In den analogen Arbeiten verbinden sich Fotografie und Acrylmalerei, während die digitalen Werke die Auseinandersetzung mit religiösen Bildwelten durch neue Formen der Verfremdung und Inszenierung erweitern.
DIE BRAUT CHRISTI stellt keine moralischen Urteile auf. Die Serie hinterfragt vielmehr, wie religiöse Traditionen und gesellschaftliche Konventionen unseren Blick auf den weiblichen Körper prägen – und was geschieht, wenn sich eine Frau diesen Zuschreibungen bewusst entzieht.
Die Arbeiten wurden im April 2024 in der Berliner Galerie Z22 präsentiert. Zur Ausstellungseröffnung las Antje Nikola Mönning aus ihrem Buch Nicht normal ist ganz normal.
DIE BRAUT CHRISTI – Werkreihe
Analoge Originalarbeiten
2023
6 Unikate
Digitaldruck auf Alu-Dibond, Acryl
90 × 60 cm
Digitale Arbeiten
2024
3 Motive
Fine-Art-Print auf Fotopapier
90 × 60 cm
Auflage je Motiv: 3 + 3 AP