Als Fotograf und Maler wollen wir Sehgewohnheiten herausfordern, überlieferte Bilder von Weiblichkeit hinterfragen und feministische Perspektiven sichtbar machen. Nicht, um Antworten vorzugeben, sondern um Fragen zu stellen und Veränderung möglich zu machen.

Wer blickt? Wer wird sichtbar? Was gilt als selbstverständlich – und was bleibt außerhalb des Bildes? GOTT&GILZ interessiert, wie Bilder Körper formen und Bedeutungen prägen, aber auch, wie sie sich infrage stellen lassen.
In unseren Werkserien begegnen fotografische Inszenierungen malerischen Eingriffen. Farbe überdeckt, verbindet, verletzt oder verschiebt das Ausgangsbild. Sichtbarkeit und Entzug sind dabei Teil desselben Vorgangs. Es entsteht kein Ausgleich zwischen zwei Medien, sondern ein drittes Bild.
Unsere Arbeiten entwickeln sich aus der Begegnung von Fotografie und Malerei. Fotografische Bilder werden durch Farbe, Zeichnung, Kratzung und Collage weitergeführt. Diese Eingriffe verändern ihre ursprüngliche Lesbarkeit und eröffnen neue Bezüge.
Aus Porträts, inszenierten Situationen, vorgefundenen Räumen und kunsthistorischen Referenzen entstehen unterschiedliche Werkserien. Sie verbindet eine Frage, die unsere Arbeit immer wieder begleitet: Wie erzeugen Bilder Bedeutung – und wie lässt sich diese Bedeutung verschieben?



Es ist 2015. Roman Gilz, Fotograf, bekommt eine Nachricht: „Ich bewundere deine Fotos und möchte sie zerstören.“ Der Beginn einer künstlerischen Zusammenarbeit, die 2018 zu GOTT&GILZ wurde.
„Roman Gilz gehört zu den zehn besten Erotikfotografen Deutschlands.“
art – Das Kunstmagazin, 2013
„Eine Bildsprache, die dokumentarische Präzision mit malerischer Geste verbindet — und dabei eine eigene, unverwechselbare Stimme findet.“
Galerie Z22, Berlin, 2024
„Supernatural Beings — eine Retrospektive, die den transformierten Körper als Verhandlungsort begreift.“
DCV Books, Berlin, 2024